Filmvorführungen am Freitag, 02.10.2009

 

Creatión Colectiva. Zugroast in Schwabhausen

Mona Hafez, Barbara Koch, Irmgard Maurer, 2005, 43 Min.

13.15 Uhr / Raum 411

Der kolumbianische Theatermacher und Lebenskünstler Otto Novoa wirbelt
mit seiner internationalen Truppe das Leben im bayerischen Dorf
Schwabhausen durcheinander. Unterschiedliche Lebenskonzepte und -realitäten
treffen aufeinander. Doch das anfängliche gegenseitige Unverständnis
weicht einer Annäherung.
Der studentische Film entstand in einem zweisemestrigen Seminar am
Institut für Ethnologie an der Universität München unter der Leitung von
Julia Bayer.

 

Auf dem Weg einer neuen Befreiung

Luise Kassner, 2009, 29 Min.

13.20 Uhr / Raum 311

Der Film handelt von den Guaraní, einer indigenen Gruppe im Tieflandvon Bolivien.
Es wird die Organisationsgeschichte der CCCH (Rat der
Anführer der Guaraní in Chuquisaca) und die damit entstandenen Gemeinschaften
beleuchtet. Die Guaraní leben seit der zuletzt verlorenen Schlacht
gegen die Spanier, 1892, in Schuldknechtschaft bei den Großgrundbesitzern.
Ende 1980 haben sie angefangen, sich zu organisieren und sich zu
befreien, um in Gemeinschaften zu leben.
Dieser Dokumentarfilm entstand im Rahmen eines Menschenrechtsprojekts
im Programm des Zivilen Friedensdienstes mit dem vorrangigen
Ziel, die nachfolgenden Generationen über die Organisation und deren Geschichte
aufzuklären.

 

Sermiligaaq 65°54‘N, 36°22‘W

Anni Seitz, Sophie Elixhauser, 2008, 63 Min.

13.40 Uhr / Raum 0.454

Sermiligaaq, ein Dorf an der abgelegenen Ostküste Grönlands. Die Menschen
leben von der Jagd, vom Fischfang und von Lohnarbeit für eine der
Institutionen der Gemeinde. Dieser Film nimmt sich Zeit für einen genauen
Blick auf das tägliche Leben der Inuit, das sich innerhalb weniger Generationen
vom Erdhaus zur Moderne mit Helikoptern, Fernsehanschluß
und Alkohol gewandelt hat. Er läßt uns Ostgrönland heute erfahren, das
Dorf im Sommer und Winter, die Familie zwischen Robbenjagd und Computerspielen.
In klaren und poetischen Bildern zeigt er das Normale in
einer außergewöhnlichen Welt, beobachtet die kleinen Szenen, die Gesichter
und Gesten, die sich zu einem fremden und doch seltsam vertrauten
Portrait zusammenfügen.
Beim 11th RAI International Festival of Ethnographic Films in Leeds
wurde der Film im Juli 2009 mit dem Wiley-Blackwell Student Video Prize
ausgezeichnet.

 

On the road with Maruch

Florian Walter, 2009, 42 Min.

14.00 Uhr / Raum 311

Dieser ethnologische Roadmovie führt den Zuschauer in die Welt der
indigenen Frau Maruch. Die Reise mit ihr und der Filmcrew durch den
durch den zapatistischen Rebellenaufstand bekanntgewordenen Bundesstaat
Chiapas ist ein sensibles Portrait einer Frau, die gegen Sexismus und
Rassismus in ihrer Gemeinde Zinacantán und im Nationalstaat Mexiko
kämpft.

 

Nasle Baran – Generation rain

Niloufar Shahisavandi, 2009, 22 Min.

14.15 Uhr / Raum 411

„Return to sender“, ein Tanztheaterprojekt aus Berlin, wurde 2007 auf das
vierte Nationale Theaterfestival in Kabul eingeladen. Der Film begleitet
die fünf Darstellerinnen deutsch-iranischer Herkunft auf ihrer Reise nach
Kabul. Die afghanischen Schauspielerinnen erzählen von ihren Problemen,
Ängsten, Zielen und Wünschen. Sie nennen sich Nasle Baran (Generation
rain) – eine Generation, die sich opfert, um ihr Heimatland wieder aufzubauen.
Der Film entstand im Rahmen des ethnologischen Seminars „Filming
culture“ an der Freien Universität Berlin unter der Leitung von Florian
Walter.

 

Zu Film am Donnerstag